Neuer Defibrillator in Guttenthau – 10 Jahre öffentlich-zugängliche Defis in Bayreuther Region

Bei einem Herzstillstand ist schnelle Hilfe erforderlich! Denn die Überlebenschance von Betroffenen hängt von wenigen Minuten ab. Bereits nach kurzer Zeit nimmt der menschliche Körper bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand unwiederbringlichen Schaden. Die schnellsten Helfer sind die Menschen, die sich bereits vor Ort beim Betroffenen befinden: Angehörige oder zufällige Passanten. Ihr beherztes Eingreifen kann Leben retten.

Die wichtigsten Schritte, die ein Laie bei einem Herzstillstand tun kann, sind das Absetzen eines Notrufes und das Ergreifen der Maßnahmen der sogenannten Herzlungenwiederbelebung oder Reanimation. Diese sind so einfach das fast Jeder sie durchführen kann!

Ein wichtiges Hilfsmittel im Falle eines plötzlichen Herzstillstandes sind auch Automatische Externe Defibrillatoren (AEDs) – kurz: Defis. Diese Geräte besitzen fortschrittliche Diagnosefähigkeiten und können so auch von Laien erfolgreich zum Einsatz gebracht werden und erhöhen die Überlebenschancen der Betroffenen entscheidend.

Eine flächendeckende Versorgung mit öffentlich zugänglichen Defibrillatoren und Schulung der Bevölkerung in den Methoden der Ersten Hilfe, kann daher viele Todesfälle verhindern. Aus diesem Grund setzt sich das Rote Kreuz in Bayreuth seit vielen Jahren für die Ausbildung der Bevölkerung in der Ersten Hilfe ein und unterstützt auch Betriebe, Firmen und Organisationen bei der Aus- und Fortbildung in der sogenannten Frühdefibrillation und bei der Errichtung von öffentlich-zugänglichen Defibrillatoren.

Im Mai vor zehn Jahren (2011) startet das Rote Kreuz in Bayreuth seine Initiative zur Intensivierung der Versorgung mit öffentlich-zugänglichen Defibrillatoren im Raum Bayreuth. Der erste öffentlich-zugängliche Defibrillator wurde damals, auf gemeinsame Anfrage der Freiwilligen Feuerwehr Plösen-Gollenbach, des ortsansässigen Bürgervereins und der Gemeinde Mistelgau, in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz in Bayreuth installiert. Seitdem wurden rund vierzig, direkt mit der Integrierten Leitstelle Bayreuth/Kulmbach verbundene, Notfallstationen mit AEDs, in Stadt und Landkreis Bayreuth aufgestellt.

Fast auf den Tag genau wurde in diesem Jahr Ende Mai eine weitere Notfallstation mit AED im Speichersdorfer Ortsteil Guttenthau in Betrieb genommen. Diese steht nun an einem zentralen Ort für alle Bürgerinnen und Bürger im Notfall zur Verfügung. Initiiert wurde die Aufstellung durch die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Guttenthau/Roslas e.V., welche Spenden für die Kosten des elektrischen Lebensretters gesammelt haben. Unterstützung bei den Unterhaltkosten der Notfallstation erhalten die Kameradinnen und Kameraden von der Gemeinde Speichersdorf. Ein weiterer Unterstützer des Projektes ist zudem die Adalbert-Raps-Stiftung aus Kulmbach, welche bereits mehrere Einrichtungen öffentlich-zugänglicher Defibrillatoren in Bayreuth und Umgebung unterstützt hat.

Neuer Defibrillator in Guttenthau
Neuer Defibrillator in Guttenthau

Im Speichersdorfer Ortsteil Guttenthau wurde Ende Mai eine, über eine Sprechanlage direkt mit der Integrierten Leitstelle Bayreuth/Kulmbach verbundene, Notfallstation in Betrieb genommen, die der Bevölkerung den Zugriff auf einen im Ernstfall lebensrettenden Defibrillator ermöglicht.

Im Bild (v.l.n.r.): Bernd Pöhlmann (Kommandant Freiwillige Feuerwehr Guttenhau/Roslas), Michael Kaußler (Vorsitzender Freiwillige Feuerwehr Guttenhau/Roslas e.V.), Karl Bernet ( ehrenamtlicher BRK AED Instruktor) und Christian Porsch (Bürgermeister Speichersdorf). Foto: Wolfgang Hübner.

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