Die Meldung über Schmorgeruch in einem Gebäudetrakt des Klinikums Bayreuth führte am heutigen Samstagfrüh (13.06.) gegen 8.20 Uhr zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Glücklicherweise konnte lediglich eine defekte elektrische Einrichtung als Ursache festgestellt werden, ein Feuer lag nicht vor. Auf eine Evakuierung des Gebäudes konnte somit verzichtet werden, der Klinikbetrieb kann ohne Einschränkungen fortgesetzt werden.
Aufgrund des Objekts und der Vielzahl an ggf. eingeschränkt gehfähigen Personen löste die Integrierte Leitstelle Bayreuth/Kulmbach gemäß Vorgaben ein hohes Einsatzstichwort für Feuerwehr und Rettungsdienst aus, weshalb sich letztendlich rund 130 Einsatzkräfte auf den Weg zum Einsatzort machten. Die ersteintreffenden Feuerwehreinheiten konnten den gemeldeten Schmorgeruch zunächst bestätigen und entsendeten daraufhin mehrere Atemschutztrupps der nach und nach eintreffenden Fahrzeuge in den betroffenen Bereich, um mit Wärmebildkameras und Gasmessgeräten nach der Ursache zu suchen. Parallel wurden außerhalb des Gebäudes weitere Atemschutztrupps in Bereitstellung vorgehalten, um etwaige Lösch-oder Evakuierungsmaßnahmen umgehend einleiten zu können. Da zunächst weder Feuer noch Rauch feststellbar waren, wurde auf eine Evakuierung des Gebäudetrakts verzichtet. Stattdessen wurden die baulichen Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes, wie Brand- und Rauchschutztüren, genutzt, um die umliegenden Bereiche zu schützen. Nach etwa 30 Minuten konnte eine defekte Deckenlampe als Ursache des Schmorgeruchs identifiziert und somit Entwarnung gegeben werden. Diese wurde demontiert und ins Freie gebracht. Durch Querlüftungsmaßnahmen wurde anschließend die Geruchsbelästigung behoben.
Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Rettungskräften und Klinikpersonal war die Sicherheit für Patienten und Mitarbeiter des Klinikums zu keiner Zeit gefährdet. Der Klinikbetrieb kann ohne Einschränkungen fortgeführt werden.
Von der Feuerwehr Bayreuth waren 70 Einsatzkräfte der Abteilungen Ständige Wache, Innere Stadt, Löschzug Süd, Altstadt, Meyernberg, Oberpreuschwitz und Feuerwehr-Einsatzleitung vor Ort, ebenso war die Feuerwehr Heinersreuth alarmiert. Der Rettungsdienst war mit 55 Einsatzkräften des Regelrettungsdiensts (BRK, SKS) sowie der Sanitätseinsatzleitung und der Bereitschaften des Kreisverbands Bayreuth angerückt. Zusätzlich standen zwei Rettungshubschrauber an der Einsatzstelle in Bereitschaft. Tätig werden mussten die Rettungskräfte aber nicht, es wurde niemand verletzt. Die Polizei war mit mehreren Streifenwagenbesatzungen zum Klinikum geeilt.