Erste-Hilfe-Kurse mit Infektionsschutzmaßnahmen

In der ersten Juni Woche durfte das Bildungszentrum des BRK Kreisverbandes Bayreuth endlich wieder mit der Durchführung von Erste-Hilfe-Kursen beginnen. Um den Teilnehmern auch eine sichere Möglichkeit zu bieten ihre Fähigkeiten in den Maßnahmen der Ersten Hilfe weiter zu entwickeln, wurde ein umfassenden Infektionsschutzkonzept für die Seminare entworfen und umgesetzt.

So muss leider bis auf Weiteres auf die Bereitstellung von Verpflegung durch das Rote Kreuz verzichtet werden und die Teilnehmer sind aufgefordert sich selbst um ihre Versorgung zu kümmern. Weiterhin wurde der Kontakt zwischen Dozenten und Lehrgangsteilnehmern auf ein Minimum reduziert und das Tragen von Mund-Nasen-Schutz (MNS) ist für Teilnehmer und Dozent verpflichtend. Zudem wurde auch der Abstand zwischen den Teilnehmer berücksichtigt. Jedem stehen 4 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Mit diesen Maßnahmen trägt der BRK Kreisverband Bayreuth seinen Teil mit zur Verlangsamung der Ausbreitung des Corona-Virus mit bei.

Da die Umsetzung des neuen Infektionsschutzkonzeptes aber auch mit einigen Einschränkungen einhergeht, haben wir Teilnehmer und unseren Dozenten des ersten Erste-Hilfe-Seminar (vom 03.06.2020) – nach dem Neustart – nach ihrem Feedback zu den Infektionsschutzmaßnahmen und ihrer Auswirkung auf die Lehrinhalte befragt.

Befragt wurden Angelina Ferraro (Teilnehmerin), Tim Andrev (Teilnehmer) und Stephan Macht (Dozent und Erste-Hilfe-Ausbilder des BRK Kreisverbandes Bayreuth).

Interview Teilnehmer

Sind Sie nach diesem Kurs in der Anwendung von Erste Hilfe Maßnahmen sicherer?

Frau Angelina Ferraro: Ja, Auf jeden Fall! Es war ein sehr ausführliches Seminar und auch der Dozent hat alles verständlich erklärt. Ich konnte hier viel Wissen über die Maßnahmen der Ersten Hilfe mitnehmen.

Herr Tim Andrev: Ich habe bereits früher einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht und eine Auffrischung des eigenen Wissens über die Erste-Hilfe-Techniken finde ich sinnvoll und sehr wichtig! Außerdem konnte Ich neue und einfachere Methoden der Ersten Hilfe lernen.

Wie hat Ihnen der Kurs unter Berücksichtigung der Infektionschutzmaßnahmen gefallen?

Frau Angelina Ferraro: Trotz der besonderen Umstände und der eingeschränkten praktischen Übungen, war es sehr interessant, da als theoretischen Beispiele sehr realitätsnahe Notfallsituationen ausgewählt wurden.

Herr Tim Andrev: Natürlich hätte ich gerne mehr praktische Übungen gemacht, aber leider ist es ja aufgrund der Kontaktbeschränkung nur bedingt möglich. Trotzdem war der Kurs sehr interessant und informativ.

Wie beurteilen Sie das Infektionsschutzkonzept des BRK?

Frau Angelina Ferraro: Ich finde das Konzept sinnvoll umgesetzt. Die Beschilderungen und Sicherheitshinweise, wie z.B. Ein- und Ausgangsregelung sind gut durchdacht. Auch dass die Übungsmaterialien immer sofort gereinigt und desinfiziert werden finde ich sehr gut. Ich findes es besonders schön, dass darauf in diesem Maße geachtet wird! Ich habe mich, bei mieiner Kursteilnahme immer sicher gefühlt.

Herr Tim Andrev: Es war sehr gut organisiert und alles nach vorschriftsmäßig – mit ausreichend Abstand (lacht).

Werden Sie den Kurs weiterempfehlen?

Frau Angelina Ferraro: Ja, ich würde den Kurs beim BRK weiterempfehlen! Besonders gefallen hat mir das kleine Buch mit Tipps zur Ersten Hilfe, welches jeder Teilnehmer bekommen hat. Das ist echt sehr praktisch und gut gemacht.

Herr Tim Andrev: JA! Auf jeden Fall! Es ist immer zu empfehlen einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen. Ich finde es wichtig sich regelmäßig mit der Ersten Hilfe auseinanderzusetzen und die eigenen Kenntnisse aufzufrischen.

Erste-Hilfe-Ausbilder Stephan Macht (Mitte) und die interviewten Seminar-Teilnehmer beim Neustart der Erste-Hilfe-Kurse des Roten Kreuzes in Bayreuth mit Infektionsschutzmaßnahmen..
Interview Ausbilder

Konnten Sie die Schulungsinhalte wie gewohnt vermitteln?

Ausbilder Stephan Macht: Wie sagt man so schön: Theoretisch ja, praktisch nein. Und das meine ich wörtlich (lacht). Die Lehrinhalte den Teilnehmern verständlich zu erklären ist nicht das Problem, aber in der Ersten-Hilfe-Ausbildung legt der BRK Kreisverband Bayreuth und auch ich persönlich viel Wert auf ein praxisorientiertes Seminar. Normalerweise sollen die Teilnehmer die Übungen in Gruppen, im gegenseitigen Austausch untereinander, erarbeiten, die Lehrinhalte üben und sich das Wissen so aneignen. Das war aber aufgrund der Infektionsschutzmaßnahmen nicht möglich. Hier mussten wir aus Hygiene- und Sicherheitsgründen leider Einschränkungen vornehmen.

Wie gestalten Sie den Erste-Hilfe-Kurs unter Berücksichtigungen der Infektionsschutzmaßnahmen?

Ausbilder Stephan Macht: Die Sicherheit der Teilnehmer und auch des Dozenten hat für uns höchste Priorität! Wir  informieren Teilnehmer vorab über wichtige Hygieneregeln während des Seminars und auch im privaten Umfeld. Lehrinhalte werden hauptsächlich an Übungsmaterialien wie Puppen demonstriert. Die praktischen Übungen mit Kontakt unter den Teilnehmern wurden auf ein Minimum reduziert. Auch hier halten wir uns streng an die Sicherheit- und Hygieneanforderungen und ausreichende persönliche Schutzausrüstung (Maske, Handschue, etc.) und sorgfältige Desinfektion. Um den Unterricht nicht all zu trocken zu gestalten, zeigen wir Lehrvideos, die wir überwiegend selbst produziert wurden.

Sind Sie zufrieden mit der Umsetzung des Sicherheitskonzeptes im BRK Kreisverband Bayreuth, auch wenn diese eine Einschränkung des Praxisübungen mit sich bringen?

Ausbilder Stephan Macht: Ja, sehr zufrieden! Glücklicherweise sind wir im Bayreuther Kreisverband medien-technisch bestens ausgestattet. Mit dieser modernen Ausrüstung können wir die fehlende Praxis sehr gut ausgleichen. Einen schönen Einblick auf die Schulungsmethoden des BRK Kreisverbandes Bayreuth in der Ersten Hilfe kann man auf unserer Homepage im Online-Seminar ,,LebensRetter112“ bekommen. Ich freue mich auch besonders, dass wir mit der WIederaufnahme der Erste-Hilfe-Ausbildung als Kreisverband des Roten Kreuzes, auch wieder unser Engagement in der Ausbildung der Bevölkerung in den Maßnahmen der Ersten Hilfe fortsetzen können und diese damit zur Sebsthilfe befähigen und damit beitragen können, im Ernstfall Leben zu retten.

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