Stadtbad Bayreuth darf nicht geschlossen werden! – Offener Brief an Entscheidungsträger

Große Besorgnis lösten die Nachrichten über Überlegungen einer Schließung des Bayreuther Stadtbades, zu Gunsten einer Erweiterung des benachbarten Heizkraftwerkes, bei den Mitgliedern der Wasserwacht des BRK Kreisverbandes Bayreuth aus. Gemeinsam richtet deshalb die haupt- und ehrenamtliche Führungsspitze des BRK Kreisvebrandes Bayreuth, der Kreiswasserwacht Bayreuth und der Wasserwacht Ortsgruppe Bayreuth einen offenen Brief an die Entscheidungsträger.

Das Stadtbad Bayreuth darf nicht geschlossen werden!

Die Wasserwacht im Bayerischen Roten Kreuz vertritt mit Nachdruck die Auffassung, dass die in der Stadt Bayreuth für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehenden Wasserflächen und hier insbesondere das zentral fußläufig – und verkehrsgünstig (ZOH, Hauptbahnhof) gelegene Stadtbad für die Bevölkerung in allen Altersgruppen vom Kleinkind (Wassergewöhnung), über Vorschulkinder (Schwimmkurse), Schulkinder (Lehrschwimmen) bis hin zu Senioren und behinderten Menschen (Reha- und Inklusionssport) dringend und vollumfänglich benötigt werden und daher erhalten werden müssen!

Insbesondere die in Nachfolge der ursprünglichen Bäder- und Brauseabteilung im Zuge der Kernsanierung eingerichteten Kleinschwimmhalle für die Kleinsten ist ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal des Bayreuther Stadtbades in einer kinderfreundlichen Stadt Bayreuth und das einzige Becken in dem kindgerechter Anfängerschwimmunterricht erteilt werden kann.

Eine Schließung des Stadtbades wäre nicht nur ein herber Verlust für die Bevölkerung in der Stadt Bayreuth, sondern auch für die Bürger des Landkreises, insbesondere der Anrainergemeinden im Landkreis Bayreuth. Für die Bevölkerung in der eng verzahnten Region Bayreuth Stadt und Land spielen Verwaltungs- und Stadtgrenzen in der Praxis seit Jahrzehnten keine Rolle!

Bayreuth als Sportstadt ist auch eine Schwimmerstadt, nicht nur Basketball, Fußball und vielleicht noch Eishockey, die Kinder müssen beim Schwimmen lernen gleich an den Schwimmsport herangeführt werden, wenn keine Schwimmer nachkommen, dann gibt es keine künftigen Rettungsschwimmer, was wieder zu mehr Ertrinkungstodesfällen führt.

Dass Schwimmen können über Leben und Tod entscheiden kann denke ich wird häufig in den Medien berichtet. Aber auch andere Wassersportarten wie, z. B. Wasserball, Kanu, Segeln setzen das Schwimmen können voraus.

Die in Summe wohnortnah nur sehr begrenzt für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehenden Wasserflächen sind heute bereits einer der lang bekannten und wesentlichen limitierenden Faktoren für ein ausreichendes – im Einzelfall überlebenswichtiges – Angebot an Schwimmkursen!
Die Therme ist sowohl für Schwimmkurse für Kinder als auch für die Ausbildung von Rettungsschwimmern und das nötige Training der Einsatzkräfte nicht geeignet.

Eine Schließung des Stadtbades konterkariert die gemeinsamen Bemühungen der Gesundheitsregion plus in Stadt und Landkreis Bayreuth, sowie der Bayreuther Wasserrettungsorganisationen und Schwimmsport treibenden Organisationen für ein ausreichendes Kursangebot!
Wenn bei einer unnötigen weiteren Verknappung der öffentlich zugänglichen Wasserflächen die Schwimmsporttreibenden Organisationen um diese kämpfen müssen, weil nicht ausreichend vorhanden sind, macht das über kurz oder lang diese Organisationen und Vereine kaputt.

Will die Stadt Bayreuth wegen einer längst überholten Idee dazu beitragen?
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Ebersberger, sehr geehrte Mandatsträger im Stadt- und Aufsichtsrat!

Der BRK Kreisverband Bayreuth mit seiner zu 100% ehrenamtlichen Gemeinschaft der Wasserwacht steht Ihnen gerne für Rückfragen zur Verfügung!

Unterzeichner:

Peter MaiselVorsitzender BRK Kreisverband Bayreuth

Hans J. SeibelVorsitzender Kreiswasserwacht Bayreuth

Karin DiehlVorsitzender Wasserwachts Ortsgruppe Bayreuth

Markus RuckdeschelKreisgeschäftsführer BRK Kreisverband Bayreuth

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